5 Gründe, warum ihr „Red Rising“ lesen müsst

Ich hätte in Frieden leben können. Aber meine Feinde brachten mir den Krieg.

Pierce Brown

Red Rising- eine Reihe, die mich sehr viele Tränen gekostet hat. Eine Reihe, die mich auf komplett unerwartet positive Art und Weise überrascht hat. Eine Reihe, die nun zu meinen Schätzen im Regal gehört. Eine Reihe, die viel zu wenig Menschen kennen.

Auf Instagram habe ich bereits sehr viel von „Red Rising“ gezeigt und erzählt, doch ich kann einfach nicht anders und möchte euch heute 5 Gründe dafür liefern, weshalb ihr der Reihe unbedingt eine Chance geben solltet. Die Gründe sind in keinem Ranking geordnet, sondern einfach von vorn nach hinten alle gleich wichtig und meiner Meinung nach überzeugend. Es folgt noch einmal der Klappentext vom ersten band für diejenigen unter euch, die noch nicht wissen, worum es in der Reihe überhaupt geht. Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen!


Klappentext zu Band 1:

Darrows Welt ist brutal und dunkel. Wie alle Roten schuftet er in den Minen des Mars, um ein Leben auf der Oberfläche des Planeten möglich zu machen. Doch dann wird seine große Liebe getötet, und Darrow erfährt ein schreckliches Geheimnis: Der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht, die Goldenen, leben in dekadentem Luxus. Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Er will einer von ihnen werden – um sie dann vernichtend zu schlagen …

Quelle: https://www.randomhouse.de/Paperback/Red-Rising/Pierce-Brown/Heyne/e419677.rhd


Grund Nr. 1: Der Schreibstil

Pierce Brown legt einen Schreibstil an den Tag, der mir vor allem eines abverlangt: Konzentration. Die ist bei seinen Büchern bitter nötig, denn die Science Fiction Geschichte beinhaltet sehr viele Fachbegriffe und Wörter, die wir im normalen Sprachgebrauch einfach nie benutzen, die wir daher einfach nicht kennen.

Und trotzdem ist der Schreibstil absolut fesselnd. Pierce Brown erzählt in der „Red Rising“ Trilogie sehr brutal und schonungslos, was manchmal etwas vulgär wirkt, aber es passt einfach perfekt zur Handlung. Der Schreibstil verströmt wahre Macht und Gewalt der Worte, und in meinem Kopf spielt sich ein Kinobild ab, sobald ich zwischen den Seiten versinke. Red Rising kann man nicht wirklich zwischendurch lesen, man muss sich sicher sehr viel Zeit nehmen und darf sich nicht leicht ablenken lassen, weil man sonst sehr schnell etwas verpasst – so ging es mir zumindest. Doch am Ende lohnt es sich, wirklich! Pierce Brown schreibt einfach fantastisch und ich kann nie abwarten, zu wissen, wie es im nächsten Kapitel weiter geht, weil er sie immer soooo spannend enden lässt.

In einer Welt, die dich belügt, musst du selbst zum Lügner werden.

Pierce Brown

Grund Nr. 2: Die Charaktere

Der zweite Grund ist für mich einer der Ausschlaggebendsten. Wie oft haben wir in einem Buch die Bad Boys und Good Girls, die Heulsusen und die Obermachos? Ganz richtig, recht häufig. „Red Rising“ spielt dabei in einer ganz anderen Liga, denn hier lernt man Charaktere nicht nur kennen, man fängt an sie zu lieben, und dann vielleicht auch, sie zu hassen – manchmal auch genau umgekehrt.

Jeder einzelne Mensch in den Büchern ist einzigartig, toll ausgearbeitet und richtig gut inszeniert. Lange Zeit ist es her, dass ich fiktive Personen so sehr ins Herz geschlossen habe wie hier – und zwar mehr als nur den Protagonisten Darrow. Allein Darrow ist ein sehr interessanter Protagonist und geht eine bemerkenswerte Charakterentwicklung durch, aber Red Rising wäre nicht Red Rising ohne Mustang, Sevro, Roque, Pax und Victra. Man hat beim Lesen das Gefühl, teil der Gruppe zu sein und gemeinsam mit Alleen zu lachen, zu weinen, zu lieben und zu verzweifeln. Und jedes Mal, wenn ich einen Band der Reihe beendet und so den Trupp verlassen habe, fühlte ich mich irgendwie nicht ganz vollständig. Ihr könnt euch selbst ausmalen, wie es sich jetzt anfühlt, wo ich die gesamte Reihe beendet habe…

Zudem wirkt der Wandel der Verhaltensweisen der Protagonisten sehr glaubwürdig und erschreckend echt. Pierce Brown hat sehr gut herüber gebracht, wie schnell Menschen von ihren ursprünglichen Lebenswegen abkommen und sich gegen ihre Freunde stellen können. Aber dazu mehr in den nächsten beiden Gründen.


Grund Nr. 3: Die Plottwists

Ich glaube, Pierce Brown hat sehr viel Freude daran, seine Leser zu ärgern. Sehr viel Freude.

Denn wenn man eines über die Geschichte sagen kann, dann, dass sie von Anfang bis Ende vollständig unerwartet abläuft. Plötzlich stehen Tatsachen mitten im Raum, die man als Leser absolut nicht kommen sehen hat und die man einfach nicht wahr haben will. Vom ersten bis zum letzten Band gab es in jedem Buch von ihm mehrere Momente, in denen ich die Seiten fünf Mal lesen musste, weil ich einfach nicht fassen, konnte, was dort teilweise geschrieben stand. Diese Fassungslosigkeit war mit den verschiedensten Emotionen verbunden. Mal mit Freude, mal mit eiskalter Wut, und viel zu oft auch mit tiefer Traurigkeit und dicken Tränen.

Ja, ich war mehrfach kurz davor, Band 2 und 3 gegen die Wand zu werfen. Nein, letztendlich habe ich es doch nicht getan. das bereue ich im Nachhinein.

Dass man die Situationen nicht kommen sieht, hat einen klaren Vorteil: es wird nie langweilig beim Lesen. Doch schon allein wegen der Brutalität und traumatischen Ereignisse im Buch ist es definitiv nichts für schwache Nerven. UND TROTZDEM LIEBE ICH DIE REIHE!


Grund Nr. 4: Die Botschaft

Freundschaft. Liebe. Familie.

Drei wichtige und wundervolle Dinge im Leben, die wir uns womöglich alle wünschen. Drei Dinge, die im Buch eine entscheidende Rolle spielen. Darrows Freude sind die einzigen, die ihm in der Dunkelheit der Tage einen Lichtblick schenken, die ihm zeigen, dass er niemals alleine ist – und auch die Liebe lässt er irgendwann zu.

Doch es gibt Freunde, die ihn verlassen werden. Und es gibt Feinde, die plötzlich seine Freude sein werden.

„Red Rising“ war für mich so interessant, weil das Buch das Wesen des Menschen aufgegriffen hat. Pierce Brown hat in der Trilogie offen gelegt, wie der Mensch funktioniert und wie selbstzerstörerisch der Wunsch der Macht sein kann. Er zeigt, wie weit Menschen gehen können, um ihre Ziele zu erreichen und was die menschen dafür bereit sein können zu opfern. Das mit anzusehen ist für mich gleichzeitig unglaublich faszinierend und wahnsinnig erschreckend.

Diese schwierige und heikle Thematik hat er in dem Buch sehr gut mit eingebaut und umgesetzt. Ich hatte schon einige heiße Diskussionen darüber innerhalb der Familie und das Thema lässt mich heute noch sehr nachdenklich zurück, weil man als Mensch irgendwie sein eigenes Handeln und auch das Handeln anderer hinterfragt.


Grund Nr. 5: Der Weltaufbau

Eine so gewaltige Story wie Red Rising braucht einen gigantischen Schauplatz, und der letzte Grund, den ich euch noch nennen möchte, ist die großartige Welt, die Pierce Brown geschaffen hat: die Galaxie als Lebensraum der Menschen. In „Red Rising“ ist der Platz, den die Menschen bevölkern, längst über die Erde hinaus gewachsen. So ist das Leben nun auch auf zahlreichen Monden und Planeten wie dem Mars, dem Jupiter oder der Venus möglich. Der Autor hat das Leben dort in der Zukunft so beschrieben, dass es nicht unrealistisch oder zu futuristisch wirkt, also eigentlich auch perfekt. Er hat eigentlich alles so beschreiben, Woge ich mir das Leben in mehreren tausend Jahren auch vorstelle. Mega cool, oder?


Na, überzeugt?

omnis vir lupus

Pierce Brown

Habt noch einen ganz tollen Tag!

Eure Paula

3 Comments

  1. Wissenstagebuch

    Hallo Paula,

    ich bin gerade zum ersten Mal hier auf deinem Blog gelandet. Ein wunderschönes Blogdesign hast du!

    Red Rising hört sich wirklich großartig an. Ich lese wenig SciFi und suche das immer ganz langwierig aus – im Moment schleiche ich um ,,The Expanse“ herum, weil mir die Serie so gut gefallen hat. Aber Red Rising habe ich mir gleich notiert. Ein toller Tipp, den ich bestimmt im Hinterkopf behalte.

    Viele Grüße
    Jana

    Liken

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