Nur drei Worte | Rezension

Drei Worte. Nur drei bescheuerte Worte, und ich bin nicht mehr der gleiche Simon. Ich habe die Hand vor dem Mund und starre vor mich hin. Keine Ahnung, wie ich darauf gekommen bin, es würde leicht.

Becky Albertalli

Informationen zum Buch

Titel: Nur drei Worte bzw. Love, Simon | Autor: Becky Albertalli | Genre: Jugendbuch| Verlag: CARLSEN Verlag | Anzahl Seiten: 320| Erscheinungsdatum: 26.02.2016| ISBN: 978-3-551-55609-7| Preis: 16,99€ (Hardcover)

Klappentext

Was Simon über Blue weiß: Er ist witzig, sehr weise, aber auch ein bisschen schüchtern. Und ganz schön verwirrend. Was Simon nicht über Blue weiß: WER er ist. Die beiden gehen auf dieselbe Schule und schon seit Monaten tauschen sie E-Mails aus, in denen sie sich die intimsten Dinge gestehen. Simon spürt, dass er sich langsam, aber sicher in Blue verliebt, doch der ist noch nicht bereit, sich mit Simon zu treffen. Dann fällt eine der E-Mails in falsche Hände – und plötzlich steht Simons Leben Kopf.

Die schönste Liebesgeschichte aller Zeiten – Herzchenaugen und Dauergrinsen garantiert!

Quelle: https://www.carlsen.de/hardcover/nur-drei-worte-nur-drei-worte-love-simon-/60116


Wenn ich das Buch mit 3 Worten beschreiben müsste…

humorvoll

romantisch

Familie


Meine Meinung

Falls euch der Titel „Nur drei Worte“ nicht bekannt vorkommt, kennt ihr das Buch vielleicht unter einem anderen Namen – habt ihr schon einmal etwas von „Love, Simon“ gehört? Denn ja, das sind ein und dieselbe Geschichte! Ich wollte den Film unbedingt schauen, aber da ich das Buch noch nicht zu Hause hatte, habe ich das mit dem Film doch vorerst sein gelassen. Jetzt konnte ich es günstig ergattern und kann euch endlich erzählen, wie es mir gefallen hat.

Dass ich fürs Lesen nur einen einzigen Tag gebraucht habe, sagt eigentlich schon alles.

„Nur drei Worte“ ist von der ersten Seite an ein Buch, in dem man sich pudelwohl fühlt. Man lernt Simon direkt am Anfang kennen und es dauert nicht lange, bis man sich in seine sympathische Art verguckt hat. Man muss ihn einfach gern haben, doch ich habe mich zudem in einigen seiner speziellen Eigenarten wieder erkennen können und war somit noch motivierter, herauszufinden, wie seine Geschichte weiter geht.

Simon legt alle Karten auf den Tisch und der Leser bekommt sehr gut zu spüren, wie er sich fühlt, was einen noch näher an diesen tollen Protagonisten bringt. Ich konnte seine Gefühle und Gedanken absolut verstehen und hätte in den meisten verzwickten Gefühlen genauso gehandelt wie er, in anderen, die sehr viel Mut beweisen, eher nicht. Doch das hat mir eigentlich meine Ängste irgendwie genommen. Er ist sehr erwachsen mit Problemen umgegangen, zumal die Gesellschaft immer noch so tut, als sei LGBTQ+ ein Tabu-Thema.

Während die meisten Bücher mit dem LGBTQ+ Thema recht dramatisch, ernst und düster sind, erschien „Nur drei Worte“ mir wie ein warmer Frühlingstag. Die Story hat keine neuen, großartigen Überraschungen parat gehalten, aber Becky Albertalli hat ernste Themen wie das Coming Out so gut verpackt, dass es wie das scheint, was es meiner Meinung nach auch sein sollte: normal. Der LGBTQ+ Aspekt wurde zwar aufgegriffen, aber nicht wie bei einer Talentshow mitten ins Rampenlicht gestellt. Auch Simons Umfeld ist mit dem Thema sehr gut umgegangen. Seine Familie ist für mich sowieso der absolute Oberknaller, man kann sie einfach nur lieb haben, aber auch seine Freunde haben bewiesen, was wahre Freundschaft ist, und dass Freunde manchmal auch Krisen bewältigen müssen, um noch enger zusammenzuwachsen. So baut sich ein kleines Spannungsfeld zwischen den Jugendlichen auf und es zeigt sich mal wieder, dass man eher miteinander reden sollte anstatt anderen neunmalkluge Vorwürfe zu machen. Leah und Alice waren neben Simon meine liebsten Personen aus dem Buch – nun ja, neben Simon und dem geheimnisvollen Blue.

Beim Lesen kribbelte es mir förmlich in den Fingerspitzen und ich konnte nicht abwarten herauszufinden, wer er denn in Wirklichkeit ist. Meine Highlights im Buch waren die Kapitel, in denen man die Mails der beiden lesen konnte. Dort hat mir sehr gut gefallen, dass wir den Mailverlauf nicht ab der ersten Mail gesehen haben. Ich glaube, so wäre es ermüdend gewesen, die Geschichte über einen so langen Zeitraum zu verfolgen, aber die Autorin hat es perfekt gelöst und schon ab der ersten Mail hatte ich das Gefühl, Blue bereits eine Ewigkeit zu kennen.

Ich habe bis zum letzten Satz nicht gewusst, wer Blue ist. Ich werde an dieser Stelle natürlich nichts ausplaudern und auch nichts davon erzählen, wie ich auf die Auflösung reagiert habe. Ich glaube, so habt ihr den meisten Spaß am Lesen und könnt auch nichts erahnen.


Mein Fazit

Becky Albertalli hat mit „Nur drei Worte“ ein ganz tolles Jugendbuch geschrieben, das eine richtige feel-good-Atmosphähre ausstrahlt. Man fühlt sich ab der ersten Seite wohl und es macht von Anfang bis Ende Spaß, Simon auf seiner Liebesreise mit Hindernissen und Geheimnissen zu begleiten. Meine Highlights waren die tollen Mails zwischen ihm und Blue als auch Simons Familie, Freunde und die Oreos! Eine ganz große Empfehlung auch für Leser, die sich sonst nicht ans LGBTQ+ Thema herantrauen.


Meine Bewertung: 5/5⭐

2 Comments

  1. lilablumenwiese

    „Nur drei Worte“ fand ich auch total toll! Ich habe es letztes Jahr auf Englisch gelesen, kurz bevor der Film rauskam, und mich direkt in die Geschichte und die Figuren verliebt. Die Fortsetzung „Ein Happy End ist erst der Anfang“ habe ich auch bereits hier und freue mich, wieder in die Welt von Simon, Leah und Co. eintauchen zu dürfen.
    Ganz liebe Grüße
    Ruth

    Liken

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