Never too close | Rezension

Er ist der Mann, der mir morgens ein Schokocroissant besorgt, der Mann, der mich bei Regen zur ESMOD bringt, der Mann, der meinen Vater vom Bahnhof abholt, der Mann, der mir eine Paracetamol auf den Nachttisch legt, wenn ich am Abend davor feiern war…

Der Mann, der mich so akzeptiert, wie ich bin.

Morgane Moncomble

Informationen zum Buch

Titel: Never too close | Autor: Morgane Moncomble | Genre: New Adult | Verlag: Lyx Verlag| Anzahl Seiten: 463 | Erscheinungsdatum: 30.09.2019 | ISBN: 978-3-7363-1122-0 | Preis: 12,90 € (Paperback)

Klappentext

Der erste Roman von Morgane Moncomble – der New-Adult-Sensation aus Frankreich!Wenn aus besten Freunden plötzlich mehr wird …Seit sie gemeinsam in einem Aufzug eingeschlossen waren, sind Loan und Violette beste Freunde. Das zwischen ihnen ist vollkommen platonisch – zumindest bis jetzt. Denn als Violette beschließt, dass sie nicht länger Jungfrau sein will, ist es Loan, den sie bittet, ihr auszuhelfen. Schließlich vertraut sie niemandem so sehr wie ihrem besten Freund. Loan ist von der Idee zunächst alles andere als begeistert, doch schließlich willigt er ein. Es ist ja nur dieses eine Mal … oder?

Quelle: https://www.luebbe.de/lyx/buecher/new-adult/never-too-close/id_7121839


Wenn ich das Buch mit 3 Worten beschreiben müsste…

niedlich

unbeschwert

romantisch


Meine Meinung

Heute möchte ich über ein Buch sprechen, das herzerwärmend, entspannend und leicht zu lesen ist – perfekt für Zeiten, in denen man das Buch daheim aufschlagen und den ganzen Alltagsstress vergessen will. „Never too Close“ von Morgane Moncomble hat einige Zeit auf mich warten müssen, aber nun hat es sich ergeben und ich habe das Buch endlich gelesen!

Zugegeben, war ich von vornherein eher abgeneigt gegenüber dem Buch und habe auch sehr lange nie mit dem Gedanken gespielt es überhaupt zu lesen. Schuld daran war der Klappentext. Ein Mädchen, das einfach nur unbedingt ihre Jungfräulichkeit verlieren möchte – schwupps, da verging mir die Freude. Weil ich eine solche Einstellung überhaupt nicht leiden kann, habe ich mich lange Zeit fern von dem Buch gehalten. So lange, bis mir eine Mitschülerin das Buch ausgeliehen hatte. Mit eher niedrigen Erwartungen fing ich an zu lesen – hätte ich das doch schon früher getan.

Grundsätzlich erstmal vorneweg: im Buch geschehen die Dinge noch unter etwas anderen Umständen, als sie im Klappentext geschildert sind. Violette befindet sich in einer ziemlich verzwickten Lage, in die sie sich zwar selbst hineinmanövriert hat, die aber dennoch irgendwie gelöst werden muss. Ich sah Dinge beim Lesen längst nicht mehr so kompliziert wie zum Zeitpunkt, als ich nur den Klappentext kannte. Letztendlich habe ich das Buch richtig in mein Herz geschlossen und hatte sehr viel Freude beim Lesen!

Violette ist eine richtig tolle Protagonistin. Mit ihrer tollpatschigen Art und ihrer Angewohnheit, ohne Punkt und Komma zu reden, hat sie mich sofort für sich gewonnen. Hinzu kommt, dass mir ihr Modedesign Studium sehr erfrischend und neuartig erschien und ich großes Interesse daran hatte, mehr über sie als Person zu erfahren. Außerdem finde ich, dass Morgane Moncomble einen sehr angenehmen Schreibstil hat. Der Einstieg in die Handlung fiel mir sehr leicht und ich konnte mich direkt mit dem Schreibstil anfreunden. Die Dialoge zwischen den einzelnen Charakteren beweisen mal viel Tiefgang und mal eine gehörige Portion Humor – somit für mich eine gelungene Mischung. Trotz verhältnismäßig eher längeren Kapiteln gehört „Never too close“ zu den Büchern, bei denen ich nicht vor dem Lesen nachschaue, bis wohin das Kapitel geht und wie viele Seiten ich „durchhalten“ muss. Diese Angewohnheit meinerseits ist oft ein Zeichen dafür, dass ich mich durch ein Buch quälen muss und ich es eigentlich gerade gar nicht lesen möchte. Dass das hier beim lesen kein einziges Mal tun musste spricht also schon für sich.

Fasst man Atmosphäre und Handlung im Buch zusammen, so zählt „Never too Close“ für mich zu den typischen Wohlfühlbüchern: Buch auf, Kopf aus. Das Lesen bereitet mir keine geistige Anstrengung, die Handlung ist leicht nachzuvollziehen und man weiß in gewissen Ansätzen schon, was auf einen zukommen wird. Im Fall von „Never too Close“ waren für mich die Hauptbestandteile der Handlung schon im Voraus erkennbar, aber da ich mich darauf eingestellt hatte, machte mir das überhaupt nichts aus. Im Gegenteil, ich konnte mich richtig gut in Violette einfühlen – andererseits hätte ich sie und auch Loan manchmal gerne gepackt und einfach einmal komplett durchgeschüttelt. Die Handlung hatte ab und zu nämlich diesen typischen „Es kommt, wie es kommen muss“-Charakter. Das heißt, dass eine bestimmte Sache passieren musste, um das, was für beide das Beste gewesen wäre, zu verhindern. Sinngemäß wird etwas in die Handlung hineingeschoben, um das Happy End der Protagonisten noch ein wenig hinauszuzögern. Leider erschien mir das während des Lesens als kleiner Störfaktor, ebenso wie, dass manche typische New Adult Dramen eingebaut wurden, die die Geschichte für mich gar nicht nötig gehabt hätte. Um Spoiler zu vermeiden, erkläre ich natürlich nicht genau, was das war – trotzdem hat es meine Stimmung während des Lesens im letzten Drittel ein wenig getrübt.

Nichtsdestotrotz bin ich ein sehr großer Fan von Violette und Loan. Ihr Shipname „Violan“ hat in meinem Kopf sehr schnell Fuß gefasst und ich habe die ganze Zeit mit den beiden Charakteren mitgefiebert. Zudem war ich sehr erfreut, dass Loan mal weder Student noch reicher Firmenboss ist – als Feuerwehrmann hat er gzeigt, wie man New Adult Bücher auch ganz anders gestalten kann. Tatsächlich hätte ich mir dabei gewünscht, noch ein wenig mehr über seinen Berufsalltag zu erfahren, zumal es auch ein paar Kapitel gab, die aus seiner Sicht verfasst wurden.

Was der Autorin definitiv zu 100% gelungen ist, ist die Darstellung und Umsetzung einer wunderbaren Geschichte von zwei Freunden, aus denen mit einem mal mehr als das wird. Ich mochte das Zusammenspiel von Violette und Loan sehr und habe mich sehr darüber gefreut, dass der Entwicklungsprozess so real erschien und die beiden nicht von jetzt auf gleich damitt klar gekommen sind, dass sie einfach nicht mehr nur Freunde sind. Das hat die ganze Handlung für mich viel glaubhafter gemacht und es hat mir noch dreimal mehr Spaß gemacht, ihre Entwicklung zu beobachten. Nun freue ich mich schon richtig darauf, im März in „Never too late“ zu lesen, was mit Zoé und Jason passieren wird…


Mein Fazit

„Never too close“ ist einfach ein richtig schönes Buch, bei dem man den Kopf ausschalten und die Seele baumeln lassen kann. Mit Violette und Loan als perfektes Team, ihren tollen Freundeskreis und einer realistischen Geschichte hat Morgane Moncomble mich überzeugt und ich freue mich schon, in Zukunft mehr von ihr zu lesen!


Meine Bewertung: 4/5 ⭐

4 Comments

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