So leise wie ein Sommerregen | Rezension

Solange wir in den Himmel starren, sieht niemand unsere Tränen. Und solange unsere Hände miteinander verflochten sind, halten wir uns aneinander Fest.

Leonie Lastella

Informationen zum Buch

Titel: So leise wie ein Sommerregen | Autor: Leonie Lastella | Genre: New Adult | Verlag: dtv Junior | Anzahl Seiten: 368 | Erscheinungsdatum: 23.04.2021 | ISBN: 978-3-423-74069-2 | Preis: 12,95 (Klappenbroschur)

Klappentext

Nicht nur eine Lüge, auch die Wahrheit kann Herzen brechen

Als Hope Cooper kennenlernt, ist sie wütend. Wütend auf ihre Mutter, die ihren Vater hintergangen hat, wütend auf die Welt, die ihr einen geliebten Menschen genommen hat. Doch Cooper gelingt es mit seiner unvergleichlichen Art, Hope zumindest für ein paar Stunden ihre Sorgen vergessen zu lassen. Auch Cooper genießt die gemeinsame Zeit und wünscht sich am Ende des Tages, Hope wiederzusehen. Denn nach allem, was er erlebt hat, waren die Stunden mit ihr die glücklichsten seit Langem. Doch dann erfährt Cooper, dass ihre Liebe womöglich keine Chance hat. Er behält es für sich – wohl wissend, dass dieses Geheimnis seine Beziehung zu Hope zerstören könnte …

Quelle: https://www.dtv.de/buch/leonie-lastella-so-leise-wie-ein-sommerregen-74069/


Wenn ich das Buch mit 3 Worten beschreiben müsste…

berührend

authentisch

gut-für-zwischendurch


Meine Meinung

Könnt ihr es auch kaum glauben, dass diese Rezension exakt eine Woche nach der letzten Rezension auf meinem Blog zu finden ist? Wow! Ich glaube, so langsam finde ich wieder in meinen alten Rhythmus zurück, das ist so toll! Heute möchte ich „So leise wie ein Sommerregen“ von Leonie Lastella besprechen – vielen Dank an dieser Stelle an den dtv Verlag für das überraschende Rezensionsexemplar. 

Gleich zu Beginn muss ich dieses wunderschöne, farbenfrohe Cover erwähnen. Ich finde es wundervoll und liebe es, dass es durch die sanften Farben auch gewissermaßen den Inhalt des Buches repräsentiert. Ich hatte zuvor noch nie etwas von Leonie Lastella gelesen und war deswegen umso gespannter auf diese Liebesgeschichte, doch was meine Meinung zu „So leise wie ein Sommerregen“ betrifft, bin ich etwas zwiegespalten. 

Was mir zunächst sehr gut gefallen hat, ist die Thematik der Geschichte. Bei „So leise wie ein Sommerregen“ handelt es sich nicht nur um eine Geschichte über die Liebe, sondern auch um eine Geschichte über die Familie. Das Schicksal von Hope und ihrer familiären Situation hat mich sehr berührt, weil es einem Horrorszenario entspricht, das ich als Kind schon immer hatte. Ich habe mich deswegen und auch aufgrund des Alters der Protagonistin sehr gut in Hope hineinversetzen können und habe mir gewünscht, dass es ihr einfach nur besser geht und sie wieder unbeschwert lachen kann. In „So leise wie ein Sommerregen“ geht es um die Bedeutung von Familie, Vertrauen, um Zusammenhalt, Geborgenheit und um Ehrlichkeit. Leonie Lastella hat hier in meinen Augen eine berührende Ausgangssituation geschaffen, die dafür sorgt, dass man gar nicht anders kann als mit Hope mitzufühlen und sich gemeinsam mit ihr in die Beziehung zu Cooper zu stürzen. Auch, wenn Hopes Entscheidungen manchmal nach außen hin irrational und unverständlich erscheinen, so kann man sie in der gegebenen Situation gut nachvollziehen, was dazu führt, dass die Geschichte uns zeigt, wie es dazu kommt, dass wir manchmal falsche Dinge sagen oder tun. Sie vermittelt uns ein Stück vom echten Leben und lehrt uns, warum Menschen manchmal handeln, wie sie eben handeln und wie sehr uns Gefühle manchmal lenken können. Hope war dabei eine stets authentische Protagonistin, deren Verhalten ich während des Lesens stets verstehen und nachvollziehen konnte. Als sie dann auf Cooper traf und die Liebesgeschichte ihren Lauf nahm, wurde die familiäre Thematik um eine schöne Lovestory ergänzt. Ich finde schön, wie sich die Beziehung zwischen Cooper und Hope nach und nach entwickelt, auch wenn das Prickeln leider an mancher Stelle für mich ausgeblieben ist. Ebenso kam mir Cooper etwas blass als Charakter vor: Er hat zwar eine tiefgründige Vergangenheit und Einblick in seine Gedanken erhält man auch, weil die Geschichte abwechselnd aus seiner und Hopes Sicht erzählt wird, doch das, was ihn letztendlich ausmacht, kam mir nicht weit genug ausgearbeitet vor, als würde ich ihn vor allem im vergleich zu Hope nicht richtig kennen. 

Kennt ihr die Bücher, über die man unzählige Stunden sprechen könnte, wobei man danach immer noch das Gefühl hat, nicht genug gesagt zu haben? Das sind die Bücher, die das Lesen für mich so magisch und sonderbar machen, doch leider ist es so, dass ich zu „So leise wie ein Sommerregen“ gar nicht allzu viel sagen kann. 

„So leise wie ein Sommerregen“ erzählt eine berührende Geschichte, die von Leonie Lastellas schönem Schreibstil getragen wird und sich auch mit der Zeit entwickelt, aber für mich bleibt das Buch leider nur ein „Buch für Zwischendurch“ und wurde nicht zu der atemberaubenden Lektüre, die ich mir insgeheim erhofft habe. Das ändert jedoch nichts daran dass ich das Buch als leichte Zwischendurchlektüre empfehlen würde, denn die Themen im Buch werden sehr gut und tiefgründig behandelt. Besonders der Stellenwert der Familie, der hier neben der Familie im Vordergrund steht, hat es mir angetan. Ich kann sogar so weit gehen zu sagen, dass ich am Ende des Buches ein paar Tränchen verdrücken musste, weil mich eine besondere Szene sehr berührt hat. 

Nichtsdestotrotz hat mir das gewisse Etwas gefehlt, das mich dazu bringen könnte, zu sagen, dass alle dieses Buch unbedingt lesen müssen. Vielleicht liegt es daran, dass ich von Beginn an vorhersehen konnte, worauf die Geschichte zusteuert, weshalb die Spannung für mich ausgeblieben ist, ich weiß es nicht. Aber wie gesagt: Gefallen hat es mir dennoch auf jeden Fall!


Mein Fazit

„So leise wie ein Sommerregen“ würde ich als gute Zwischendurchlektüre betiteln, die sowohl Elemente von Young Adult als auch New Adult beinhaltet und eine sehr schöne, berührende Geschichte von Zusammenhalt, Vertrauen, Liebe und Familie erzählt. Leider hat es ein paar kleine Schwächen gegeben, die dem Buch für mich leider den Wow-Effekt genommen haben, doch ich habe es dennoch sehr gerne gelesen!


Meine Bewertung: 4/5 ⭐

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