Deeply | Rezension

Es gibt Momente, da entscheiden wir uns, anderen zu vertrauen, unsere Mauern einzureißen und ihnen den Teil in uns zu zeigen, der uns am meisten schmerzt. Den Teil, der uns am meisten verletzt hat.

Ava Reed

Informationen zum Buch

Titel: Deeply | Autor: Ava Reed | Genre: New Adult | Verlag: LYX | Anzahl Seiten: 410 | Erscheinungsdatum: 28.04.2021 | ISBN: 978-3-7363-1336-1 | Preis: 12,90€ (Paperback)

Klappentext

Schon viel zu lange hat Zoey sich wegen eines schrecklichen Erlebnisses in ihrer Vergangenheit versteckt. Jetzt will sie ihr Leben endlich wieder in die Hand nehmen und einen Neuanfang wagen. Für ihr Psychologiestudium zieht sie nach Seattle in die WG ihres Bruders. Einer ihrer neuen Mitbewohner ist Dylan – freundlich, aber verschlossen und mit einem Geheimnis, das nur wenige Menschen kennen. Doch Zoey zieht ihn magisch an, und so kommen sich die beiden langsam näher. Dabei müssen sie erfahren, wie schwer es ist, für sich selbst einzustehen und die eigene schmerzhafte Vergangenheit mit jemand anderem zu teilen …

Quelle: https://www.luebbe.de/lyx/buecher/new-adult/deeply/id_7542536


Wenn ich das Buch mit 3 Worten beschreiben müsste…

Akzeptanz

Apfelkuchen

Ehrlichkeit


Meine Meinung

Ihr Lieben, wenn ihr nur riechen könntet, wie toll der Kuchen auf dem Bild duftet! Mmmmmmh…der Kuchen kommt nicht von ungefähr, denn es ist Zoeys Apfelstreuselkuchen aus „Deeply“ von Ava Reed! Ich habe das Buch in der letzten Woche gelesen und freue mich sehr, meine Meinung nun im Anschluss hier mit euch teilen zu können.

Von Anfang an, schon seit „Truly“ und „Madly“, habe ich mich auf die Geschichte von Zoey und Dylan gefreut. Über beide Charaktere hat man in den Vorgängern der Trilogie bereits etwas erfahren, wobei ich vor allem auf Dylan gespannt war, der mir doch recht stark zurückgezogen und in sich gekehrt erschien. Was ich bekam, war jedoch mehr als alles, was ich erwartet hatte.

Wenn ich an Ava Reed denke, dann denke ich an Ruhe, Fingerspitzengefühl, Sanftheit und Authentizität. Wenn ich an „Deeply“ denke, dann denke ich an all das – und an das Gefühl, anzukommen. Die Geschichte von Dylan und Zoey hat mein Herz erwärmt, mich Mitfühlen lassen und mir das Gefühl von Sicherheit gegeben. Dank Avas tollem, sanften Schreibstil bin ich mühelos in die Geschichte hineingeglitten und wollte mich gar nicht mehr von ihr lösen. Und nicht nur das, auch die Geschichte hat mich nicht mehr losgelassen. 

In „Deeply“ geht es nicht nur um die Beziehung zwischen Dylan und Zoey, sondern auch um persönliches Wachstum. Zoey habe ich für ihren unerschütterlichen Mut und den Willen, niemals aufzugeben, bewundert. Obwohl wir nicht die gleichen Dinge durchlebt haben, habe ich mich irgendwie mit ihr verbunden gefühlt und den Eindruck gehabt, sie sehr gut zu kennen. Die lustigen Situationen, in die sie vor allem in der WG hin und wieder geraten ist, haben mich zum Schmunzeln gebracht – besonders ihre Art, mit diesen Situationen umzugehen. Dennoch liegen noch tief in ihr drinnen Scherben aus einer vergangenen Zeit, die ich zu gerne aufgesammelt und zusammengesetzt hätte. Gerade deswegen fand ich es großartig, wie sie sich jeder einzelnen Hürde gestellt hat und mit ihr gewachsen ist. Dylan hingegen hat mich vor allem durch seine behutsame, verständnisvolle Art begeistert. Ihn als „Fels in der Brandung“ zu bezeichnen, erscheint mir geradewegs perfekt. Wie er Zoey und ihre Grenzen akzeptiert hat, geradezu liebevoll und zärtlich im Umgang mit ihr gewesen ist, hat mein Herz mehrfach zum Schmelzen gebracht. Auch er hat ein Päckchen, dessen Last Tag für Tag auf seinen Schultern lastet, und ich hätte sie ihm zu gerne abgenommen. Zoey hat ihm gezeigt, wie es geht.

Ich habe sowohl Zoey als auch Dylan vom ersten Moment an geliebt und es war so schön zu sehen, wie sie ganz vorsichtig aufeinander zugegangen sind. Wie sie sich vorgetastet und miteinander gesprochen haben – tiefsinnig und echt, absolut nicht oberflächlich. Wie sie einander Raum gegeben und gefragt haben, was der andere gerade braucht. Wie sie sich immer näher gekommen sind und sich dem anderen offenbart haben. Und schließlich, wie sie einander geholfen und sich gegenseitig aufgebaut haben.

Viele Bücher leben von Drama, von einer absichtlich aufrecht erhaltenen Spannung und von riesigen Plottwists, bei denen den Lesenden die Augen aus dem Kopf fallen. „Deeply“ hingegen lebt von Echtheit. Von Anfang bis Ende hatte ich das Gefühl, eine Geschichte zu lesen, die sich genau so auch in der Realität zutragen könnte. Die Umstände, die Zoey und Dylan zueinander führen, hätten nicht realistischer sein können und auch ihre Gespräche erschienen mir sehr normal. „Normal“ auf die gute, alltägliche Art. Und dazu kommt noch, dass Ava Reed auch in “Deeply” wieder ernsthafte Themen aufgreift, ohne belehrend zu wirken. Sie geht mit den Inhalten, die sie anspricht, sehr vorsichtig um und schafft den Lesenden somit die Möglichkeit, sich in andere Menschen und ihre Situationen hineinzuversetzen und auch über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Ich fühle mich jetzt nach dem Lesen nicht nur super glücklich und zufrieden, sondern habe das Gefühl, etwas Wichtiges fürs Leben mitgenommen zu haben.

Mein Herz schmerzt ein wenig, wenn ich daran denke, dass „Deeply“ jetzt das Ende von Avas erster New Adult Trilogie darstellt. Viel zu gern habe ich von der WG gelesen und die vielen, wundervollen Charaktere begleitet. Es war schön, dass alle Bekannten auch nochmal in „Deeply“ eine Rolle gespielt haben, denn der Freundeskreis um Zoey und Dylan ist es, der den Eindruck von Zusammenhalt und Geborgenheit vermittelt und verstärkt. Ich denke, dass es keinen besseren Abschluss der Reihe hätte geben können und freue mich, dass Ava sich Dylans und Zoeys Geschichte für den Schluss aufgehoben hat, denn sie war mit Sicherheit meine Liebste aus der gesamten Trilogie!


Mein Fazit

“Deeply” ist meiner Meinung nach ein absolut grandioser Abschluss für Ava Reeds bewegende New Adult Reihe. Die Geschichte von Dylan und Zoey kommt ohne unnötiges Drama aus und überzeugt mit Menschlichkeit und Aufrichtigkeit – ich beende das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge, weil ich mich von der Seattle-WG eigentlich gar nicht verabschieden möchte. 


Meine Bewertung: 5/5 ⭐

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