[Rezension] Keneria #1 – Die zwei Welten

Wisst ihr, was ich an Science-Fiction Büchern so interessant finde? Jeder Autor, beziehungsweise jede Autorin, schenkt dem Leser seine ganz persönlichen Vorstellungen von der Zukunft. Davon, was aus der Menschheit wird – ob wir auf der Erde bleiben oder die Galaxie erkunden und uns vielleicht sogar auf anderen Planeten ansiedeln, ob wir einen medizinischen Fortschritt erreichen, anders reisen oder leben. Auch in dem Debüt Werk von Eliza Snow bekam ich als Leser einen Einblick in ihre Fantasien und vielleicht  auch Träume von der Zukunft, der mal ganz anders war als alle Sci-Fi Welten, die ich bisher bereisen durfte. Wie mir das Buch gefallen hat, erfahrt ihr in der folgenden Rezension – viel Spaß!


Informationen zum Buch

Titel: Keneria – Die zwei Welten

Autorin: Eliza Snow

Genre: Sci-Fi/Fantasy

Seitenanzahl: 607

Ersterscheinung: 01.05.2018

Preis: 16,99€

ISBN: 978-1973332893


Inhalt

„Meine Macht war nicht gut! Und sie war kein Geschenk, sondern ein Dämon, der dabei war, mein Bewusstsein an sich zu reißen und meinen Körper mit Dunkelheit zu vergiften.“ Kaya ist krank – oder sie ist dabei, verrückt zu werden! Wieso sonst sollte sie jede Nacht von ein und demselben Albtraum heimgesucht werden, der ihr jegliche Lebensenergie zu rauben scheint? Als dann auch noch der geheimnisvolle Kiran auftaucht, wird schnell klar, dass die Träume erst der Anfang gewesen sind. Zusammen mit seinem Gefolge entführt er sie in eine Welt, die eigentlich nicht existieren dürfte und besiegelt damit Kayas Schicksal. Denn auf Keneria tobt ein seit Jahrhunderten währender Krieg, den die hochentwickelte Menschheit auf diesem Planeten anführt – Und den Kaya ein für alle Mal beenden soll … Doch wie soll sie das schaffen? Und vor allem: zu welchem Preis?


Meine Meinung

So, ihr Lieben…das mag zwar nicht wirklich zur eigentlichen Rezension gehören, aber ich möchte mich an dieser Stelle bei euch für meine lange Abwesenheit auf dem Blog entschuldigen. Von mir kam hier in den letzten Wochen keine einzige Rezi nicht, weil ich keine Lust hatte, sondern, weil ich einfach keine Zeit hatte. Jeden Nachmittag hab ich versucht, irgendein Zeitfenster freizuschaufeln, aber ich bin geradezu in meinen schulischen Pflichten versunken und habe so auch abends nicht mehr als ein paar Seiten geschafft, bevor ich schon todmüde in einen Koma ähnlichen Schlaf verfallen bin. Ich habe jetzt Ferien und hoffe, somit ein paar Einträge nachholen zu können, aber ich schaffe es einfach nicht, regelmäßig zu jedem Buch meine ausführliche Meinung mit euch zu teilen – daher ja auch die Lesemonate. So, aber nun endlich zu „Keneria“ von Eliza Snow!

Zu Beginn möchte ich mich ganz herzlich bei der lieben Autorin bedanken, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat, sodass ich nun ein wenig mit euch quatschten kann. Ich war schon super gespannt auf die Story, als das Buch bei mir eingetrudelt ist, und als ich dann so richtig Feuer und Flamme für eine Dystopie war, habe ich gar nicht lange gefackelt und sofort zu dem Schätzchen gegriffen.

Zugegeben, der Anfang fiel mir ein wenig schwer. Ich kam nur sehr langsam in die Geschichte rein und hatte hauptsächlich Probleme mit dem Schreibstil. Dazu muss natürlich gesagt werden, dass dies hier der Debütroman von Eliza Snow ist und ich denke auch, sie hat dafür einen sehr guten Job gemacht. Dennoch bin ich mir auch im Nachhinein nicht sicher, ob eine Siebzehnjährige Worte wie „okkupieren“ oder „paraphrasieren“ in dem Mund nimmt. Genau das war ein wenig merkwürdig und hat mich anfangs ein wenig ins Stocken gebracht, aber keine Sorge, es wurde zunehmend besser!

Leider hatte ich auch mit der Geschichte anfangs so meine Probleme. Die ersten 100-150 Seiten waren ziemlich schleppend. Klar, der Leser musste zu Beginn erstmal in die Geschichte eingeführt werden, aber der Prozess erschein mir sooooo unglaublich schleppend! Somit hatte ich schon ein klein wenig Angst, der Inhalt würde sich über das ganze Buch hinweg wie Kaugummi ziehen, aber nachdem die ersten 150 Seiten geschafft waren überzeugte mich Eliza Snow vom Gegenteil und und hat mich geradezu mit den Buchseiten verwoben, sodass ich mich gar nicht lösen konnte!

In „Keneria“ erzählt Eliza Snow die Geschichte von Kaya – wie ich diesen Namen liebe! – die rein theoretisch wie ein recht normales Mädchen erscheint. Insgeheim versucht sie jedoch jeden Tag aufs Neue, ihren Schlaf so lange wie nur möglich zu umgehen. Denn in dieser Zeit wird sie Nacht für Nacht vom gleichen furchtbaren Albtraum verfolgt, der ihr zunehmend die Kräfte raubt. Das Schlafdefizit bringt einige Probleme im Alltag mit sich: so kann sie sich nur schlecht konzentrieren und hat Schwierigkeiten, sich über längeren Zeitraum selbstständig aufrecht zu halten – ganz zu schweigen von anstrengenden Bewegungen. Bei der Bewältigung dieses Umstandes ist sie nicht allein, denn neben ihrer fürsorglichen Mutter und super lieben, kleinen Schwester steht ihr Tom, ihr bester Freund seit Kindestagen, mit Rat und Tat zur Seite. Und ja, natürlich beruht diese „Wir sind nur Freunde“-Masche nicht auf Gegenseitigkeit, doch plötzlich schottet Tom sich vollständig von Kaya ab. Geht ihr aus dem Weg, nimmt kein Telefonat an, reagiert auf keine Nachricht. Dass dies nur das Vorbeben für ein bevorstehendes Zusammenprallen von Welten ist, kann Kaya nicht ahnen – genauso wenig wie der Zusammenhang zwischen einem kleinen, wundersamen Amulett und der unerwarteten Reise, auf die sie sich begeben muss…

Ja, was soll ich dazu noch sagen? Jedes folgende Wort wäre gleichzeitig zu viel und zu wenig, um euch nahezulegen und zu erklären, weshalb mich der Handlungsverlauf so faszinierte. Mit einem Mal änderte die Geschichte so unglaublich schnell ihre Richtung, sodass ich selbst nach den darauffolgenden 50 Seiten perplex dreingeschaut habe! Hier hat Eliza Snow eine so fesselnde Geschichte dargelegt, dass ich unbedingt zu nächsten Seite blättern wollte, um zu erfahren, was als nächstes geschieht. Nur die Romantik ist mir ein klein wenig zu kurz gekommen, aber meine Hoffnung auf ein wenig mehr Intimität setze ich dafür auf Band 2 – denn Keneria ist noch längst nicht zu Ende! Und das  Ende…das hatte es ebenfalls faustdick hinter den Ohren. Ich will so gerne wissen, wie es weitergeht!

Nun aber nochmal ein paar Worte zum Schreibstil der Autorin. Insgesamt hat sich das Buch unglaublich langsam gelesen. Bei 36 Zeilen und einer sehr eng liegenden Schrift ist das zunächst kein Wunder, aber auch die vorhin bereits genannten Begriffe ließen meinen Lesefluss manchmal ins Stocken geraten. Außerdem – und darüber habe ich unglaublich lange gegrübelt, um Folgendes so zu erklären, dass es nicht falsch herüberkommt – glaube ich einfach, dass Eliza Snow die jugendlichen Charaktere des Buches auf eine Art und Weise miteinander hat sprechen lassen, wie es in meinen Augen kein halbwegs normaler Teenager tun würde. Es ist wirklich schwer zu erklären, aber letztendlich muss ich noch einmal betonen, dass es ihr Debütwerk ist – und dafür finde ich, kann sie ungeheuerlich stolz auf sich und ihre Leistung sein! Auch innerhalb des Buches finde ich, dass der Leser mitbekommen hat, wie Eliza mit ihrer Geschichte gewachsen ist, und so freue ich mich umso mehr auf die Fortsetzung!

Bevor ich meine Rezi mit dem Fazit abschließen kann, muss ich einfach nochmal die Charaktere erwähnen. Mit Tom kam ich leider überhaupt nicht klar – die meiste Zeit über hat er mich irgendwie nur genervt und kam mir überdrüssig vor. Aber das kann auch daran liegen, dass mir Kiran die ganze Zeit über schöne Augen gemacht hat. Wer das ist, könnt ihr nur herausfinden, wenn ihr das Buch lest (hehe). Während mir die Protagonistin Kaya am Anfang sehr schwach und im Selbstmitleid versinkend erschien, hat sie im gesamten Buch eine sehr schöne, sich zum Positiven wendende Entwicklung durchgemacht. Aber besonders betonen muss ich hier noch Zazil, denn sie ist mein Liebling aus dem Buch. Ist vielleicht komisch, aber sie ist mir schon ans Herz gewachsen, als zum ersten Mal die Rede von ihr war. Tja, wie das machmal eben so ist!


Fazit

„Keneria“ hat mich in vielerlei Hinsicht überrascht – hier und da war es ein wenig langgezogen und auch der Einstieg war ein wenig holprig, aber Elizas Ideen zur Erschaffung einer völlig neuen Dstopie haben mich absolut geflasht und ans Buch gefesselt! Das Konzept der Geschichte und all die Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, konnten die Makel am Schreibstil letzten Endes wett machen und ich bin schon super gespannt auf die Fortsetzung!

⭐️⭐️⭐️⭐️

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