Ein Wochenende im Bücherhotel

Hey, ihr Bücherwürmer, Leser und Freunde!

Ich dachte mir, dass es heute mal keine gewohnte Rezension für euch geben soll, sondern einen etwas anderen, vermutlich einzigartigen Beitrag auf meinem Blog. Wer mich auf Instagram verfolgt, weiß es bereits, doch ich konnte es mir nicht nehmen lassen, heute auch hier nochmal von meinem letzten Wochenende zu berichten. Am 6. März verließ ich mein Zuhause am Nachmittag und fand mich zwei Stunden Autofahrt später wieder im Gutshotel Groß Breesen. Noch nie gehört? Ich vor einer ganzen Weile auch nicht! Das Gutshotel Groß Breesen ist auch bekannt als das „erste Bücherhotel Deutschlands“, was vermutlich den Grund für den heutigen Blogeintrag von selbst erklärt. Ein Arrangement, das ich zu Weihnachten geschenkt bekam, zog mich in das kleine Dorf mit gerade einmal 57 Einwohnern in Mecklenburg Vorpommern und ließ mich für ein gesamtes Wochenende entspannen und genießen.


Schon allein bei der Ankunft bekam ich deutlich zu spüren, dass das Haus erfüllt ist mit warmherzigen Menschen, die die Liebe zu Büchern teilen. Im Eingangsbereich stapeln sich schon erste Kisten mit neu eingetroffenen Büchern, überall lassen sich dekorative Büchereulen, Bücherstapel und Gemälde von lesenden Personen finden. Die ruhige, angenehme Atmosphäre begegnet einem nicht nur in der Lobby, sondern auch im Flur (die Zimmernummern finden sich auf Büchern, die neben den jeweiligen Zimmern aufgehängt wurden), im Restaurant (jeder Tisch ist mit einer Büchereule versehen) oder in den Hotelzimmern (der perfekte Lesesessel stand natürlich schon für mich bereit).

So, wie dem Hotel der Titel „Bücherhotel“ verliehen wurde, machte ich mich am Samstagmorgen nach einem ausgiebigen und abwechslungsreichen Frühstück direkt auf die Suche nach den 500.000 Büchern, die wohl zum Hotel gehören. Wenn man sich nicht auskennt, müssen diese nämlich erst einmal gesucht werden – und zwar nicht im Hotel selbst. Legt man einen Fußweg von gut 3 Minuten zurück, findet man neben dem Hotelgelände eine langgestreckte Scheune, auch die „Bücherscheune“ genannt. Und dieser Ort, wie kann man es anders beschreiben, lässt jedes Bücherherz höher schlagen. Schon allein beim Betreten schlägt einem der Duft vieler alter, staubiger Bücher entgegen und das ist noch nichts verglichen damit, was man vor Augen hat. Bergeweise Bücher. Ach was, nicht bergeweise. Das ist gar kein Ausdruck. Kurzum: Bücher überall. Regale bis zur Decke, dessen Bögen sich unter der. Last tausender Bücher biegen, Bücher in Kisten, Bücher auf dem Boden, Bücher überall.

Das Prinzip des Bücherhotels sieht so aus: man bringt zwei eigene Bücher mit und tauscht diese gegen eines, das man in der Bücherscheune findet. Im Fall meines Arrangements liegt der Büchertauschfaktor dann sogar bei 1:1. Natürlich sind die Bücher in der Scheune nicht vergleichbar mit denen, die ihr im nächsten Thalia oder Hugendubel findet. Hier lassen sich eher alte und von anderen abgegebene Bücher finden, die zum Großteil auch starke Gebrauchsspuren aufweisen. Ein neuartiges New Adult Buch findet man hier nicht. Das mag vielleicht im ersten Moment enttäuschend erscheinen, doch mir gefällt der Charme der gerauchten Bücher und der Klassiker, die sich dort auch finden lassen.

Spätestens, wenn man dann mit einem Arm voll von neuen Lektüren ins Hotel zurückkehrt und es sich in dem Leseraum, den ich gefunden habe, gemütlich macht, kann die Entspannung endlich beginnen. Umgeben von einem nach Farben sortierten Regal und herrlichem Sonnenlicht, das durch die Fenster scheint, habe ich es mir am frühen Mittag in einem Lesesessel gemütlich gemacht und gelesen. Die älteren Bücher aus der Scheune habe ich nur kurz zur Hand genommen – mein selbst mitgebrachtes Buch, „Der letzte Wunsch“, war zu spannend, als dass ich es hätte aus der Hand legen können. Aufgestanden bin ich erst wieder am Abend, als es Zeit fürs Abendbrot war. Zwischendrin gab es übrigens noch herrlich leckeren, selbst gebackenen Kuchen – wenn das noch ein paar Tage so weiter gegangen wäre, wäre ich nach Hause gerollt, hahahaha!


Nach einem wunderschönen, viel zu kurzen Wochenende kann ich abschließend sagen: wenn ihr Bücherwürmer kennt und noch Geschenke zu Weihachten (ich weiß, das dauert noch ein bisschen) oder zum Geburtstag braucht: fahrt mit der Person zusammen ins Gutshotel Groß Breesen! Ich hatte eine bezaubernd schöne und vor allem auch einmal entschleunigende Zeit und freue mich schon darauf, bald wieder einmal hallo sagen zu können.

Falls euch mein Bericht noch nicht gereicht hat: Die Website vom Bücherhotel findet ihr, wenn ihr hier klickt.

Ich wünsche euch noch einen entspannten und hoffentlich lesereichen Sonntag!

Eure Paula

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