Finding Back to us | Rezension

„Wir müssen damit aufhören…“

War das meine Stimme, die so rau und heiser klang, dass ich sie kaum verstand?

„Oder weitermachen“

Bianca Iosivoni

Informationen zum Buch

Titel: Finding Back to Us | Autor: Bianca Iosivoni | Genre: New Adult | Verlag: Lyx | Anzahl Seiten: 413 | Erscheinungsdatum: 24.02.2020 | ISBN: 978-3-7363-1119-0  | Preis: 12,90 € (Paperback)

Klappentext

Sie darf ihn nicht lieben – denn er ist ihr Stiefbruder …Als Callie nach langer Zeit in ihre Heimatstadt zurückkehrt, ist der Erste, dem sie dort begegnet, ausgerechnet Keith. Keith, der den Autounfall verursachte, bei dem ihr Vater starb. Keith, den sie nie mehr wiedersehen wollte. Sofort flammen der Schmerz und die Wut von damals wieder auf. Aber auch ein gefährliches Prickeln, das Callie völlig verwirrt. Denn Keith ist nicht nur die Person, die sie am meisten hasst. Er ist auch ihr Stiefbruder …

Quelle: https://www.luebbe.de/lyx/buecher/new-adult/finding-back-to-us/id_7520830


Wenn ich das Buch mit 3 Worten beschreiben müsste…

vorhersehbar

verwirrend

angenehm


Meine Meinung

Bei „Finding Back to us“ handelt es sich um die Neuausgabe von Bianca Iosivonis Buch „Was auch immer geschieht“ – jetzt ist das Cover für die New Adult Schiene vom Lyx Verlag klarer erkennbar. Ich hab mich richtig doll auf das Buch gefreut, weil ich Bianca Iosivonis Bücher eigentlich immer gerne mochte und sie für mich immer einen super angenehmen Schreibstil an den Tag gelegt hat.

Leider muss ich jetzt, nachdem ich das Buch gestern Abend ausgelesen habe, leider kundtun, dass es mir nicht so richtig gefallen hat. Zu sagen, dass es ein Flop war, wäre übertrieben, doch ich war enttäuscht und nicht die Story geliefert bekommen, auf die ich mich so sehr gefreut hatte. Aber der Reihe nach:

Was ich vorhin angesprochen hatte, hat sich auch bewahrheitet: Bianca Iosivonis Schreibstil ist richtig schön. Da es sich hier um eines ihrer älteren Bücher handelt, merkt man zwar, dass der Schreibstil sich über die Jahre Weg noch zum Besseren hin entwickelt hat, aber er ist trotzdem wunderbar angenehm und flüssig. Es hat Spaß gemacht, das Buch aufzuschlagen, weil man immer wieder direkt in die Handlung hineinfindet, als hätte man das Buch erst wenige Minuten zuvor zu Seite gelegt.

Was die Handlung betrifft, so hatte „Finding Back to us“ für mich sowohl Stärken als auch Schwächen. Es geht ziemlich entspannt los und man lernt die Protagonistin Callie erst einmal kennen. Grundsätzlich handelt die Geschichte nicht typischerweise am College, sondern in Callies kleiner Heimatstadt, was das perfekte Flair für die Geschichte lieferte. Zeitweise hat mir die Handlung sehr gut gefallen, doch die inhaltlichen Aspekte, die thematisiert wurden, wurden für mich nicht so gut umgesetzt. Was eine zentrale Rolle eingenommen hat, ist der Tod von Callies Vater und damit verbunden die Schuldzuweisung an Keith, der den unglücklichen Autounfall verursacht hat. Keith ist Callies Stiefbruder und derjenige, um den sich Callies Liebesleben dreht. Was ich an dieser Stelle anmerken möchte ist die bemerkenswerte Anspannung und Anziehung zwischen den beiden, die ich als Leser hundertprozentig gefühlt habe. Doch leider war es das schon. Die sexuelle Anziehung zwischen ihnen hat man dauerhaft gespürt, aber mir fehlt die Liebe, die Gefühle füreinander! Ich hatte bis zur letzten Seite das Gefühl, Callie und Keith hätten nur eine Art Affäre und keine standfeste Beziehung. Selbst das „Ich liebe dich“, was eigentlich alle Funken zum, Sprühen bringen sollte, hat sich für mich angefühlt wie ein eisiger Wind am Nordpol. 

Generell sagt mir auch die Entwicklung der Geschichte nicht zu. Callie ist sehr sprunghaft: erst hasst sie Keith bis in die tiefsten Tiefen ihres Herzens, dann fühlt sie sich zu ihm hingezogen, akzeptiert das kurz, bevor sie ihn wieder hasst…das ging die ganze Zeit so und hat mich mehr genervt statt unterhalten. Sehr, sehr schade.

Oft konnte ich die Handlung vorhersehen, was mich nicht normalerweise nicht großartig stört, doch in dem Fall hat es dem Buch noch das letzte Bisschen Spannung genommen. Die Liebesgeschichte hat mich nicht im Herzen erreicht, Keith wirkte so überhaupt nicht attraktiv auf mich und auch mit Callie bin ich nicht wirklich warm geworden.

Leider, leider, leider war das einfach keine runde Sache für mich. Der Handlungsverlauf abgesehen von der Liebesgeschichte war ganz nett und angenehm, zu lesen, doch alles in allem war ich wohl nicht der richtige Leser für das Buch.Zu viele Dinge finde ich seltsam oder stören mich. Schon allein, dass sie ihren Stiefbruder, den sie früher heimlich angehimmelt hat, beim Wiedersehen sieben Jahre später nicht erkennt – kann man sich so sehr verändern? Oder auch das Problem mit der Tatsache, dass Keith und Callie Stiefgeschwister sind. Erst war das ein unumstößliches Problem und dann wird es einfach mit einem Satz aus der Welt geschafft? Vielleicht denke ich auch aktuell zu viel nach beim Lesen, aber gefallen hat mir das alles leider nicht wirklich.


Mein Fazit

Letztendlich mag „Finding Back to Us“ ein schönes New Adult Buch mit angenehmer Atmosphäre für Zwischendurch sein, aber es hat mich überhaupt nicht abgeholt. So schön, wie all das Drumherum und Bianca Iosivonis Schreibstil auch ist, erscheint mir die Liebesgeschichte weder greifbar noch herzerwärmend. Sehr, sehr schade. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf und möchte bald „Feeling Close to you“ lesen!


Meine Bewertung: 3/5 ⭐

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