Feral moon | Rezension

Narben erinnern uns daran wie viel wir ertragen können.

Asuka Lionera

Informationen zum Buch

Titel: Feral Moon – Die rote Kriegerin | Autor: Asuka Lionera | Genre: Fantasy | Verlag: Dark Diamonds | Anzahl Seiten: 378 | Erscheinungsdatum: 28.06.2018 | ISBN: 978-3-551-30138-3 | Preis: 12,99 € (Taschenbuch)

Klappentext

Als Frau hat Scarlet nach dem Tod ihres Vaters, dem Clanführer der Roten, nicht viele Möglichkeiten. Die Welt, in der sie lebt, ist ein gefährlicher Ort, an dem hungrige Bestien in den Wäldern lauern – starke und unzähmbare Kreaturen. Einzig die hohen Mauern der Städte, in denen die Frauen leben müssen, versprechen ein Minimum an Sicherheit. Aber Scarlets rebellisches Herz sehnt sich nicht nach Schutz, sondern danach zu kämpfen. Und nach ihrem besten Freund: Tristan, dem Sohn des neuen Clan-Führers. Für ihn ist sie bereit alles zu riskieren: ihre Zukunft, ihr Leben und ihre Liebe.

Quelle: https://www.bittersweet.de/produkt/feral-moon-1-die-rote-kriegerin/10641


Wenn ich das Buch mit 3 Worten beschreiben müsste…

Startschwierigkeiten

Spannungspotenzial

neu


Meine Meinung

Heute ist wieder Sonntag und das bedeutet, ihr bekommt eine neue Rezension! Yay! In der letzten Woche hat mich ein eher unbekanntes Buch begleitet und ich freue mich sehr darauf, es euch näher vorzustellen. “Feral Moon – Die rote Kriegerin” aus der Feder von Asuka Lionera ist der Auftakt einer Fantasy Trilogie, die meiner Meinung nach echt lesenswert ist. 

Ich selbst wäre vermutlich auch lange an dem Buch und der dahinter verborgenen Geschichte vorbei gelaufen, wenn mir eine liebe Freundin, die ich über Instagram kennengelernt habe, das Buch nicht überraschenderweise zum Geburtstag geschenkt hätte. Nachdem ich im Juli hauptsächlich New Adult Bücher gelesen hatte, war es dann endlich mal wieder Zeit für ein Buch aus dem Fantasy Genre!

Leider hatte ich zu Beginn des Lesens ein paar Startschwierigkeiten. Klar, der Schreibstil ist erstmal ein anderer, weil ich noch nie etwas von Asuka Lionera gelesen hatte, aber auch die Handlung hat mich anfangs nicht ganz vom Hocker gerissen. Sowohl der Erzählstil als auch die Dialoge und Gedanken der Personen erschienen mir anfangs ziemlich primitiv – als hätte man all die Redewendungen schon einmal in anderen Büchern gelesen. Und auch die Handlung ließ zu Beginn noch zu wünschen übrig. Ich konnte direkt Vermutungen darüber anstellen, was mit einzelnen Personen geschehen würde und genau das hat sich dann auch bewahrheitet. Das finde ich schade. Gerade wenn das zum Beginn eines Buches passiert, scheint es oft, als sei “die Luft raus”. Zudem hatte ich auch den Eindruck, dass die Geschichte auf den ersten 100 Seiten unheimlich stark zusammengepresst wurde. Alles passierte unheimlich schnell und ich hätte mir etwas mehr Zeit gewünscht, um die Charaktere und die Situation in Ruhe kennenzulernen.

Aus diesem Grund war ich überrascht davon, dass die Handlung nach den ersten 140 Seiten dann doch eine andere Richtung einschlug. Kurz darauf folgte die Einführung neuer Charaktere und ja, man kann sagen, dass ich ab diesem Zeitpunkt auch sehr viel Spaß daran hatte, die Geschichte weiterzuverfolgen. Das Tempo wurde etwas gedrosselt, neue Geheimnisse angekratzt und dadurch auch die Spannung beim Leser entfacht. 

Auf das Thema der Geheimnisse muss ich hier unbedingt noch einmal zurückkommen, denn ich glaube, dass Asuka Lionera ihre Leser absichtlich manipuliert – im Sinne des Buches, natürlich. Ash, der Scarlet sehr gerne um den Verstand bringt, scheint ständig etwas zu verheimlichen. Und gelegentliche Perspektivwechsel sind der eindeutige Beweis dafür, dass die Autorin den Leser unbedingt zum Spekulieren bringen möchte. Die Methode ist total klasse und gleichermaßen hat es mich total genervt, dass Scarlet bestimmte Verhaltensweisen absolut falsch deutet – die man als Leser nun, da man der Protagonistin um einiges voraus ist, bereits versteht. Die Taktik der Autorin ist in diesem Fall also einerseits cool, andererseits aber auch zum Haare Raufen.

Die unwissende Protagonistin, die wir als Leser begleiten, ist Scarlet. Mir hat ihre Frauenpower und die Tatsache, dass sie sich nicht unterkriegen lässt, richtig gut gefallen. Sie ist eine tolle weibliche Protagonistin, die jedoch an manchen Stellen für mich etwas zu viel Feuer unterm Hintern hatte. Leider wirkt ihre Demonstration von Unantastbarkeit oft eher zickig und arrogant auf mich, weshalb sie mir als Charakter eher unsympathisch war. Andere Charaktere in der Geschichte hingegen finde ich toll, wie zum Beispiel Caleb und Ash. Ich frage mich, wer im weiteren Handlungsverlauf noch eine größere Rolle spielen wird. Apropos Rollen – diese erkennt man im Buch ziemlich gut. Es gibt die klassische Heldin, die klassische Nervensäge und den klassischen Typen, der jedem zur Seite steht und einfach IMMER nett zu allen ist. Aufgrund einiger Muster in der Handlung, die sich daraus ergeben, ist “Feral Moon” teilweise nicht so originell wie von mir erhofft – andere Elemente, wie der Handlungsort zum Beispiel, sind dafür umso einzigartiger.

Zuletzt möchte ich unbedingt auf die von Asuka Lionera erschaffene Welt eingehen, denn diese gefällt mir unheimlich gut. Je weiter die Geschichte voran schreitet, desto komplexer und größer wird sie und doch gibt es noch unerklärte Lücken, auf derem Auflösung ich gespannt bin. Zu meiner eigenen Überraschung spielt “Feral Moon” nämlich in keiner neuen Welt, sondern vielmehr in einem möglichen Zukunftsszenario der Welt, wie wir sie heute kennen. Das wird im Verlauf der Handlung immer intensiver behandelt und mit Details ausgebaut und es hat mir sehr gefallen beim Lesen darüber nachzudenken, was mit unserer Welt passieren könnte, damit sie in diesem Szenario endet. Durch die Verbindung zur Realität fühlt sich dann auch die ganze Geschichte echter an. Und gerade, weil noch so viele Fragen offen sind, bin ich gespannt darauf zu erfahren, was im nächsten Band “Feral Moon – Der schwarze Prinz” passieren wird. Der Cliffhanger am Ende von Band 1 kam nicht nur plötzlich, sondern auch mit einem total überraschenden Thema. Ich hatte zwar Vermutungen darüber angestellt, was es für ein Cliffhanger sein würde, aber DAMIT habe ich definitiv nicht gerechnet! 


Mein Fazit

Alles in allem bietet “Feral Moon” eine neuartige Welt, die es definitiv wert ist entdeckt zu werden. Trotz Startschwierigkeiten und einer für mich zu launischen Protagonistin kann man vom Buch auf jeden Fall gute Unterhaltung und einen Spannungsbogen erwarten. Ich kann die Geschichte, soweit wie ich sie bisher kenne, vor allem Fantasy Anfängern empfehlen. Spätestens der Cliffhanger am Ende zwingt mich quasi dazu, weiterzulesen!


Meine Bewertung: 3,5/5 ⭐

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