Biss zum Morgengrauen | Rezension

Und so verliebte sich der Löwe in das Lamm.

Stephenie Meyer

Informationen zum Buch

Titel: Biss zum Morgengrauen (Bella und Edward 1) | Autor: Stephenie Meyer | Genre: Jugendfantasy | Verlag: Carlsen | Anzahl Seiten: 528 | Erscheinungsdatum: 20.10.2016 | ISBN: 978-3-551-31660-8 | Preis: 9,99€ (Taschenbuch)

Klappentext

»Es gab drei Dinge, deren ich mir ganz sicher war: Erstens, Edward war ein Vampir. Zweitens, ein Teil von ihm – und ich wusste nicht, wie mächtig dieser Teil war – dürstete nach meinem Blut. Und drittens, ich war bedingungslos und unwiderruflich in ihn verliebt.«
Mit Romantik oder gar Leidenschaft hätte Isabella Swan ihren Umzug in die langweilige, verregnete Kleinstadt Forks kaum in Verbindung gebracht. Bis sie den undurchschaubaren und unwiderstehlichen Edward kennenlernt. Mit aller Macht fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und riskiert dabei mehr als ihr Leben … 

Quelle: https://www.carlsen.de/taschenbuch/biss-zum-morgengrauen-bella-und-edward-1/86652


Wenn ich das Buch mit 3 Worten beschreiben müsste…

nostalgisch

romantisch

fantastisch


Meine Meinung

Hey ihr Lieben! Ich hoffe, dass es euch gut geht und dass ihr nicht davon genervt seid, dass ich mich tatsächlich schon wieder für einen fehlenden Rezensionssonntag entschuldige. Dank einer tollen Margen Darm Infektion konnte ich es leider beinahe nicht einmal bewerkstelligen, überhaupt irgendetwas zu lesen, geschweige denn zu bloggen. Heute holen wir das nach, und ich freue mich schon darauf, euch von meiner Meinung zu einem Buch zu erzählen, das wohl zu den solchen gehört, die man einfach mal gelesen haben muss. Dabei handelt es sich um kein anderes Werk als „Biss zum Morgengrauen“, dem ersten Band der Twilight Saga von Stephenie Meyer! Als ich vor Kurzem mal wieder alle Filme gesehen habe überkam mich die Lust, herauszufinden, wie sehr sich denn Buch und Film voneinander unterscheiden.

Dementsprechend möchte ich vorneweg sagen, dass ich die Twilight Filme bereits kenne und das Buch demzufolge beim Lesen auch dauernd mit dem ersten Film verglichen habe.

Twilight (die Filme) verbinde ich mit den Anfängen meiner Zeit als Teenager – mit den Anfängen der Zeit, in der ich erstmals für fiktive Bookboyfriends geschwärmt habe. Da ich so sehr an den Filmen hänge, hatte ich hohe Erwartungen an “Biss zum Morgengrauen” und die Hoffnung, dass das Buch im Vergleich zum Film viel, viel besser wäre. Leider hat es sich im Verlauf des Lesens ergeben, dass mir das Buch nicht ganz so gut gefällt wie der Film – dennoch ist es eine wunderbare und faszinierende Geschichte, die ich gerne gelesen habe.

Die Handlung von Twilight sollte vermutlich jedem grob bekannt sein und nicht zuletzt auf dem Klappentext des Buches erfährt der Leser, dass er sich auf eine Vampir Geschichte einlässt. Lange habe ich überlegt, ob es besser wäre, die Vampir-Info noch nicht direkt auf dem Klappentext zu enthüllen, doch letztendlich ändert das einfach nur die Perspektive des Lesers während des Lesens. Da mir der Handlungsverlauf des Buches durch die Filme bereits bekannt war, habe ich mein Augenmerk vielmehr darauf gerichtet, WIE die Geschichte von Bella und Edward erzählt wird. So hat mir beispielsweise der Schreibstil zu Beginn nicht ganz so gut gefallen. Ich hatte Probleme, konkret in die Geschichte hineinzukommen, weil der Schreibstil eher distanzierend als annähernd wirkt und ich den Eindruck hatte, mit großem Abstand auf das geschehen im Buch zu blicken. Das hat es mir auch erschwert, zu versuchen, mich mit Bella als Protagonistin zu identifizieren und ihre Gefühle nachzuvollziehen. Der Schreibstil tut dabei sein Übriges: Bella wirkt auf mich während des gesamten Buches etwas gefühlskalt, und wenn sie dann aus dem Nichts von leidenschaftlichen Gefühlen spricht, wirkt das auf mich leider nicht allzu glaubwürdig und überzeugend. Edward hingegen wirkt auf mich sehr aufrichtig und ehrlich in dem, was er tut – und das, obwohl das Buch nur aus Bellas Perspektive erzählt wird.         

Fernab vom Schreibstil kann ich aber sagen, dass “Biss zum Morgengrauen” ein richtig gutes Buch ist für die Tage, an denen man es sich bei Regenwetter mit einer Tasse Tee gemütlich macht. Da die Handlung in Forks spielt, einer Stadt im regenreichsten Gebiet der USA, verströmt die Handlung die perfekte Atmosphäre, um es sich gemütlich zu machen und die Seele baumeln zu lassen. Ein wenig könnte man sagen, dass das Buch die Kälte und das Herbstgefühl zum Leser bringt – gerade im Sommer. Ich habe das Buch nämlich bei 30 Grad Außentemperatur gelesen und fühlte mich während des Lesens tatsächlich ein klein wenig abgekühlt. Allein deswegen werde ich jetzt, bei den hohen Temperaturen, wohl fortfahren in meinem Bestreben, die Reihe weiterzulesen. 

Neben der Atmosphäre der Geschichte hat es mir auch gut gefallen zu sehen, wie sehr sich die Dialoge im Buch denen im Film ähneln. Wir alle wissen vermutlich, dass Buchverfilmungen meist nur einen Bruchteil des Geschehens und der Emotionen im Buch transferieren können und gerade deshalb war ich positiv überrascht davon, wie viel Buch in den Twilight Filmen steckt. Identisch sind sich beide Versionen längst nicht, aber ich würde behaupten, dass die Filme sich ebenfalls gut sehen lassen können (huch, ich hoffe, ich trete damit jetzt keine ewige Diskussion los. Ist nur meine Meinung 🙂 ). Die Handlungen ähneln sich sehr, auch wenn die Bücher natürlich viel mehr Details beinhalten. Inhaltlich hat mich “Biss zum Morgengrauen” ja nicht wirklich überraschen können, aber es hat mir gefallen, dass ich noch ein paar Zusatzinfos bekommen und somit noch etwas mehr in die Geschichte eintauchen konnte. Beispielsweise fand ich es total super, dass man sehr viel über Edwards Familie und die Vergangenheiten einzelner Personen erfahren hat und sich somit von der gesamten Familie ein besseres Gesamtbild hatte.

Ein gigantischer Unterschied zwischen Film und Buch liegt für mich persönlich aber darin, wie Edward wirkt. Im Film hatte ich immer den Eindruck, dass er unnahbar ist, sich distanziert gibt und eher abweisend als gesellig ist. Im Buch hingegen ist es, als hätte man zwei Edwards ausgetauscht: Der Buch-Edward ist ein total cooler Typ! Klar, Film-Edward ist auch cool, aber Buch-Edward wirkt auf mich, als würde er richtig im Coolsein aufgehen. Er wirkt viel gesprächiger und humorvoller als im Film, was es mir ermöglichte, Buch und Film auch getrennt voneinander zu betrachten. Tatsächlich denke ich sogar, dass ich den Buch-Edward noch ein kleines Bisschen mehr mag.


Mein Fazit

Alles in allem hat mir “Biss zum Morgengrauen” ein paar schöne Lesestunden geschenkt, mit denen ich in Erinnerungen schwelgen konnte. Beim Lesen habe ich zwar gemerkt, dass ich mir etwas zu “alt” für die Bücher vorkomme, aber das änderte nichts daran, dass es toll war, mal die Originalvorlage zu den Twilight Filmen kennenzulernen – außerdem weiß ich jetzt, dass mir der Buch-Edward noch besser gefällt als der Film-Edward! Definitiv werde ich die weiteren drei Teile auch noch verfolgen, wobei ich dort vermutlich lieber die Hörbücher hören werde.


Meine Bewertung: 4/5 ⭐

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