Cassardim #2 – jenseits der Schwarzen Treppe | Rezension

„Ich wünschte, du würdest nie aufhören, mich so anzusehen“, gestand er leise.

„Wie seh ich dich denn an?“

„Wie einen Mann, der es wert ist, geliebt zu werden.“

Julia Dippel

Informationen zum Buch

Titel: Cassardim #2 – Jenseits der schwarzen Treppe | Autor: Julia Dippel | Genre: YA Fantasy | Verlag: Planet by Thienemann Esslinger | Anzahl Seiten: 432 | Erscheinungsdatum: 21.11.2020 | ISBN: 978-3-522-50698-4 | Preis: 17,00€ (Hardcover)

Klappentext

Achtung: Der Klappentext enthält Spoiler zu „Cassardim -Jenseits der Goldenen Brücke“!

Romantisch, gefährlich, mitreißend – Die Liebe zwischen Amaia und Noár muss sich beweisen!

Als Goldene Erbin und Verlobte des Schattenprinzen ist Amaia den Mächtigen in Cassardim ein Dorn im Auge. Auf ihrer Reise durch die Fürstentümer muss sie deshalb nicht nur die höfischen Intrigen überleben, sondern auch diverse Mordanschläge. Besonders in der Schattenfeste, wo Liebe als Schwäche gesehen wird, schwebt Amaia in großer Gefahr. Um sie zu schützen, ist Noár gezwungen, erneut zu dem skrupellosen Prinzen zu werden, den alle so fürchten. Doch wieder einmal ist nichts, wie es scheint, sodass nicht nur Amaias Herz auf eine harte Probe gestellt wird.   

Quelle: https://www.thienemann-esslinger.de/produkt/jenseits-der-schwarzen-treppe-isbn-978-3-522-50698-4


Wenn ich das Buch mit 3 Worten beschreiben müsste…

vielfältig

spannend

humorvoll


Meine Meinung

Meine Lieben, es ist Valentinstag! Egal, wie ihr diesen (meiner Meinung nach eher überbetonten) Tag feiert – ich wünsche euch einen wunderbaren Sonntag und habe eine neue Rezension dabei! Die letzte Rezension, die ich hier gepostet habe, war von “Cassardim – Jenseits der Goldenen Brücke” und heute rezensiere ich die Fortsetzung: “Cassardim – Jenseits der schwarzen Treppe”! Wie immer, wenn ihr Fragen zu meiner Meinung habt oder etwas loswerden möchtet: Schreibt mir gerne per Instagram oder hinterlasst eine Nachricht im Kontakt-Bereich auf dem Blog.

“Cassardim-Jenseits der Schwarzen Treppe” entführt uns genau so wie der erste Band der Cassardim-Reihe in die vielseitige, magische Welt von Cassardim und da ich kurz davor bereits Band 1 gelesen hatte, fiel es mir absolut gar nicht schwer, in das Buch und die Geschichte abzutauchen. Die Handlung knüpft nahtlos an das Ende des Vorgängers an und ich war wahnsinnig gespannt darauf herauszufinden, in welche Richtung sich die Storyline nun weiterentwickeln würde. Aufgrund von ein paar kleinen Schwächen, die ich in dem ersten Cassardim Band als störend empfunden hatte, waren meine Erwartungen an dieses Buch recht hoch und ich hoffte insbesondere, die Beziehung zwischen Noár und Amaia würde intensiviert. Wenn ich ganz ehrlich bin, hat mich „Cassardim – Jenseits der Schwarzen Treppe“ aus mehreren Gründen leider nicht so begeistern können wie erhofft, doch dazu später mehr.

Genau so wie in Band 1, war ich auch im zweiten Cassardim-Teil positiv erstaunt, was das Worldbuilding betrifft. Julia Dippel schafft mit präzise gewählten Worten, eine ganze Welt vor dem inneren Auge entstehen zu lassen und ich habe mich erneut in diese Welt verliebt. Cassardim ist unfassbar vielfältig und es macht mir sehr viel Spaß, beim Lesen all die verschiedenen Seiten, die das Reich zu bieten hat, zu entdecken. Man merkt einfach, dass Julia Dippel mit dem Herzen an Cassardim hängt und sie möchte, dass jeder, der das Buch liest, es ganz genau so sehr liebt wie sie. Wie der Untertitel von Band 2 schon offenbart, wird es hier etwas düsterer als im ersten Band und ich will euch nicht Spoilern, aber die Seite von Cassardim, die man hier entdeckt, hat es mir ganz besonders angetan.

Auch der Schreibstil von Julia Dippel hat mich zum wiederholten Mal begeistern können. Ich mag es, wie sie Amaia eine spitze Zunge und mehrere Hände voll Humor verleiht und wie sich das letztendlich auch im Schreibstil widerspiegelt. Außerdem nimmt der Humor der Handlung etwas an Schärfe, was die Geschichte vermutlich zugänglich für eine YA-Zielgruppe machen soll. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir beim Lesen manchmal gewünscht, einige Situationen wären etwas ernsthafter gestaltet, aber für ein Jugendbuch empfinde ich den unterhaltsamen Unterton als sehr passend. 

Leider muss ich nun auch schon zu den Punkten kommen, die mir nicht ganz so gut gefallen haben, bzw. die mich in Teilen gestört und mich somit in der Freude an der Geschichte ausgebremst haben. Ich hatte, vermutlich aufgrund der extrem großen Begeisterung auf Instagram, sehr hohe Erwartungen an „Cassardim-Jenseits der Schwarzen Treppe“ und leider konnten diese nicht ganz erfüllt werden. Zunächst einmal wäre da die Handlung: Sie war nicht per se schlecht, auf gar keinen Fall! Es hat mir großen Spaß gemacht, das Buch zu lesen und die Handlung zu verfolgen, doch es passierte SO viel, dass ich das Gefühl hatte, der rote Faden der Geschichte würde in einem großen Gewusel untergehen. Handlungselemente, die als sehr bedeutsam angepriesen wurden, fielen nach meinem Eindruck teilweise plötzlich weg und ihnen wurde keine weitere Beachtung geschenkt, sobald sich ein anderes Problem auftat. Es blieb konstant spannend, aber leider hatte ich manchmal das Gefühl, es würden so unfassbar viele Dinge passieren, dass sie alle nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen und somit die Tiefe der Geschichte vermindern. Ich glaube, mit hätte „Cassardim – Jenseits der schwarzen Treppe“ besser gefallen, wenn die Handlung auf ein paar wenige Elemente reduziert worden wäre und diese dafür sehr stark ausgebaut worden wären, denn leider war die Konsequenz dessen, dass vieles in meinen Augen nur angekratzt wurde, dass auch die Qualität der Beziehung zwischen Amaia und Noár litt. Ich hätte so gerne mit ihnen mitgefiebert und mitgefühlt, aber ich hatte das Gefühl, nur die Oberfläche ihrer Gefühle zu sehen, die demnach nicht allzu intensiv waren. Der Funken hat, genau wie in Band 1, leider für mich gefehlt. 

Glücklicherweise hat Julia Dippel das Finale des Bandes so spannend und aufregend gestaltet, dass ich das dringende Bedürfnis habe, auch noch den dritten Band zu lesen. Da war nämlich so ein kleiner, lästiger Cliffhanger, der mich und meine Nerven kitzelt und wegen dem ich mich schon auf die Fortsetzung freue. „Cassardim – Jenseits der schwarzen Treppe“ ist für mich ein gutes Fantasy Buch für jugendliche Leser, aber leider kein Highlight geworden.


Mein Fazit

„Cassardim – Jenseits der schwarzen Brücke“ überzeugt genau so wie sein Vorgänger mit einem mitreißenden, humorvollen Schreibstil, einer fantastischen, gut ausgearbeiteten Welt und einer Vielzahl von spannenden Handlungselementen. Für meinen persönlichen Geschmack weist die Ausarbeitung der Geschichte leider ein paar Schwächen auf und es gibt so viele Gebiete, auf denen ich das Gefühl habe, man hätte Potential verschenkt, aber insgesamt bleibt das Buch meiner Meinung nach ein empfehlenswertes Jugendbuch und ist kein Highlight.


Meine Bewertung: 4/5 ⭐

Ein Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s