Alles, was du von mir weißt | Rezension

Ich pflücke den klang seines echten lachens wie eine seltene Blume, lege ihn in meinem Kopf in ein Buch und presse ihn, um ihn für immer haltbar zu machen.


Informationen zum Buch

Titel: Alles, was du von mir weißt (Alles-Trilogie, Band 2) | Autor: Kyra Groh | Genre: New Adult | Verlag: Loewe Intense | Anzahl Seiten: 480 | Erscheinungsdatum: 20.07.2022 | ISBN: 978-3-7432-1150-6 | Preis: 14,95€ (Paperback)

Klappentext

Polly will ausziehen, Jura studieren und nie mehr einen dummen Spruch darüber hören, welche Kleidung sie bei ihrer Figur angeblich tragen darf und welche nicht. Gleich im ersten Semester ergattert sie einen Job in einer renommierten Kanzlei, nur das mit der Wohnung hat sie gewaltig unterschätzt. Kurzerhand quartiert ihre beste Freundin Anna sie in der WG ihres Bruders Jonas ein. Doch in der Kanzlei verläuft es alles andere als erhofft: Pollys Figur gibt den Angestellten allerhand Gesprächsstoff. Sie will Stärke beweisen und erzählt niemandem davon. Selbst Jonas nicht, obwohl die beiden einander immer näherkommen … 

Quelle: https://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/alles_was_du_von_mir_weisst_alles_trilogie_band_2-10080/


Wenn ich das Buch mit 3 Worten beschreiben müsste…

wichtig

bewegend

humorvoll


Meine Meinung

Vor gar nicht allzu langer Zeit ist „Alles, was du von mir weißt“, Band 2 der Alles-Trilogie von Kyra Groh, erschienen – ich habe zwar bereits meine Meinung auf Instagram mit euch geteilt, aber ich wollte es mir nicht nehmen, hier noch einmal ausführlicher auf das Buch einzugehen, denn ich fand es wirklich ganz, ganz toll. Vielen Dank an den Loewe Intense Verlag an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar!

„Alles, was ich in dir sehe“ – Band 1 der New Adult Reihe – hat mir bereits gut gefallen. Das Buch war eine schöne Zwischendurchlektüre mit sommerlichem Flair und einem traumhaften Setting in Portugal, aber damals hat mir noch das Emotionale, das gewisse Etwas, gefehlt. Und genau das, was ich dort vermisst habe, hat mir die Geschichte von Polly nun gegeben. Da sie ein wichtiger Bestandteil der dreiköpfigen Mädels-Clique ist, konnte man sie bereits in Band 1 kennenlernen und auch dort mochte ich sie schon sehr. Und jetzt, in Band 2…ich LIEBE Polly. Polly ist dieses Buch. Polly ist diese Geschichte. Polly macht diese Story so großartig und besonders und wundervoll und großartig. Ich habe mich in Polly wiedergefunden, mich manchmal in ihren Gedanken verloren, mit ihr gelacht, mein Herz hat einen Satz gemacht, wenn ihres das tat und genau so ist es an den gleichen Stellen ein bisschen zerbrochen. 

Ich hatte Polly bereits im ersten Teil der Reihe für ihre positive Art und die pure Power, die sie ausgestrahlt hat, bewundert. Und auch jetzt, beim Lesen, habe ich sie so erlebt: Als starke, selbstbewusste, mutige und wundervolle Frau mit einem großen Herzen und einem Geist, der stets von Tatendrang und großen, wunderbaren Träumen erfüllt ist. Als ich das Buch wirklich geöffnet und die ersten Seiten gelesen habe, war ich auf einmal in Pollys Kopf – und da war es so lustig! Sie ist so humorvoll, dass ich beim Lesen ziemlich oft laut auflachen musste, zumal Polly sich selbst manchmal nicht so ernst nimmt. Doch auch für Polly ist nicht immer alles fantastisch und strahlend hell – so hat auch sie dunkle Momente, Schattengedanken und ein vielleicht nicht ganz so mutiges Herz, wie sie sich selbst weismachen möchte. Und diese Seite von ihr zu sehen zu bekommen hat ziemlich doll wehgetan. Aber es war mindestens genau so wichtig – für Polly, für die Geschichte und für alle, die sie lesen.

Polly hat mich bewegt – lange ist es her, dass ich mich so mit einer Protagonistin verbunden gefühlt habe, und das mag unter anderem an diesem lebendigen, von ihrem Wesen geprägten Schreibstil liegen. Ihre Gefühle haben mich einfach in den Bann gezogen und so so sehr bewegt. Und so habe ich nicht nur mit ihr mitgelacht, sondern auch geweint. 

Ja, „Alles, was du von mir weißt“ ist eine Liebesgeschichte. Aber für mich ist es eher eine Geschichte von Polly. Von Polly und so vielen anderen Menschen, die ähnlich wie Polly denken, Ähnliches erlebt haben und mit den gleichen Gedanken zu kämpfen haben wie sie. 

Doch Polly ist es nicht ganz allein, die dieses Buch so so wertvoll für mich gemacht hat. Es ist die euphorische, energiegeladene Stimmung, die sie mitbringt und sich mit der gleichzeitig emotionalen, ernsten und nachdenklichen Atmosphäre des Buchs vermischt. Es sind die gesellschaftlichen Themen, die auf so gute Art und Weise angesprochen werden, ebenso wie die Missverständnisse und die fehlende Kommunikation, die nicht als „Begründung für alles“ genutzt, sondern zielgerichtet aufgearbeitet werden. Und auch die restlichen Charaktere tragen ihren eigenen, wichtigen Teil zu der Handlung bei. 

Ich liebe dieses Mädelstrio bestehend aus Anna, Polly und Anouk. Die drei zeigen, worauf es bei Freundschaften ankommt und wie wichtig es ist, füreinander da zu sein – selbst wenn das heißt, einfach nebeneinander zu sitzen und in den gleichen dunklen Himmel hinauf zu starren. Sie geben einander Halt, sind eine wichtige Stütze für die anderen und tun genau das, was Freund:innen tun sollten: Zuhören. Und obendrauf teilen sie den gleichen fantastischen Humor und haben für noch mehr Lachanfälle meinerseits gesorgt. Ich kann es kaum erwarten, Anouk und ihre Geschichte im dritten und leider auch finalen Band der Reihe richtig kennenzulernen – irgendwie habe ich sie jetzt schon in mein Herz geschlossen.

Und auch Jonas spielt eine wichtige Rolle. Ich kann gar nicht so viel zu ihm sagen, denn…Jonas ist einfach nur Jonas und das hat für mich schon gereicht, um mein Herz an ihn und sein Wesen zu verlieren. Mir hat es sehr gut gefallen, dass auch er seine Geschichte hatte und sich ebenso wie Polly im Verlauf der Handlung weiterentwickelt hat. Er und Polly haben sich so langsam, vorsichtig und realistisch aufeinander zu bewegt und es ordentlich spannend gemacht, aber letztendlich hat es sich gelohnt, dieses quälende Knistern zwischen den beiden mitzuverfolgen. Wenn ich eine einzige Sache an diesem Buch bemängeln müsste, wäre es, dass die Beziehung zwischen den beiden am Ende von der Intensität her für mich ein bisschen abgeflacht ist, aber das hat meiner Freude über die Story und darüber, wie Pollys Gedankenwelt vermittelt wurde, keinen Abbruch getan.

Ich habe dieses Buch sehr geliebt – allem voran wegen Polly. Und wegen alldem, was ich von ihr und mit ihr lernen konnte.


Mein Fazit

Humorvoll, ernst, mutig, nachdenklich und emotional – all das und viel mehr ist „Alles, was du von mir weißt“ von Kyra Groh für mich. Der zweite und für mich bisher beste Band der Alles-Reihe hat so ziemlich alles, was ein gutes New Adult Buch für mich ausmacht, doch allem voran hat dieses Buch Polly. Und Polly hat diese Geschichte für mich so großartig und verletzlich und wunderbar und bewegend gemacht.


Meine Bewertung: 5/5 ⭐

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